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<title>Mathilde Ludendorff</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Mathilde Ludendorff</span></h1>
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<p><b>Mathilde Friederike Karoline Ludendorff</b> (* <a href="4._Oktober" title="4. Oktober">4. Oktober</a> <a href="1877" title="1877">1877</a> in <a href="Wiesbaden" title="Wiesbaden">Wiesbaden</a>; † <a href="12._Mai" title="12. Mai">12. Mai</a> <a href="1966" title="1966">1966</a> in <a href="Tutzing" title="Tutzing">Tutzing</a>; geborene <i>Mathilde Spieß</i>, verwitwete <i>von Kemnitz</i>, geschiedene <i>Kleine</i>) war eine <a href="Deutschland" title="Deutschland">deutsche</a> Ärztin, <a href="Feminismus" title="Feminismus">Feministin</a> und <a href="V%C3%B6lkische_Bewegung" title="Völkische Bewegung">völkisch</a>-religiöse Schriftstellerin. An der Seite ihres dritten Ehemannes <a href="Erich_Ludendorff" title="Erich Ludendorff">Erich Ludendorff</a> wurde sie eine bekannte Vertreterin der völkischen Bewegung. Sie begründete den „<a href="Bund_f%C3%BCr_Deutsche_Gotterkenntnis" title="Bund für Deutsche Gotterkenntnis">Bund für deutsche Gotterkenntnis</a>“ und veröffentlichte dort <a href="Verschw%C3%B6rungstheorie" title="Verschwörungstheorie">verschwörungstheoretisch</a> orientierte Schriften, die ein politisches Wirken der – von ihr so bezeichneten und verstandenen – „überstaatlichen Mächte“ des <a href="Weltjudentum" title="Weltjudentum">Judentums</a>, der <a href="Jesuiten" title="Jesuiten">Jesuiten</a> und der <a href="Freimaurerei" title="Freimaurerei">Freimaurer</a> behaupteten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben_und_Wirken">Leben und Wirken</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Jugend_und_frühe_Jahre"><span id="Jugend_und_fr.C3.BChe_Jahre"></span>Jugend und frühe Jahre</h3></div>
<p>Mathilde Ludendorff wurde 1877 als eheliche Tochter des protestantischen Pfarrers Bernhard Spieß geboren. Ihre Jugendzeit verbrachte sie in Wiesbaden, wo sie ein privates Mädcheninstitut und die Städtische Töchterschule besuchte. Ungeachtet der relativ bescheidenen Verhältnisse, in denen die Familie lebte, ermöglichten die Eltern Mathilde und ihren Schwestern eine berufspraktische Ausbildung, was sehr unüblich war. Nach einem Schnellkurs an einem Schullehrerinnenseminar von 1893 bis 1895 unterrichtete sie ab 1896 zunächst an einem Mädchenpensionat in <a href="Wiesbaden-Biebrich" title="Wiesbaden-Biebrich">Biebrich</a>. Nachdem sie genug Geld gespart hatte, um das Abitur nachzuholen, welches sie nach dem von 1900 bis 1901 erfolgten Besuch des Karlsruher Mädchengymnasiums 1901 erhielt, begann Ludendorff im Wintersemester 1901/1902 mit dem Studium der Medizin an der <a href="Albert-Ludwigs-Universit%C3%A4t_Freiburg" title="Albert-Ludwigs-Universität Freiburg">Albert-Ludwigs-Universität Freiburg</a>, wo unter anderem <a href="August_Weismann" title="August Weismann">August Weismann</a> zu ihren Dozenten zählte (<i>Vorlesungen über <a href="Deszendenztheorie" class="mw-redirect" title="Deszendenztheorie">Deszendenztheorie</a></i>).
</p><p>1904 setzte Ludendorff ihr Medizinstudium in <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a> fort, wo sie im selben Jahr den Zoologen und Anatom Freiherr Gustav Adolf von Kemnitz heiratete.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1905 erfolgte der Umzug nach <a href="M%C3%BCnchen" title="München">München</a>. Aus ihrer Ehe sind eine Tochter Ingeborg (1906–1970) und die Zwillingssöhne Asko (1909–1992) und Hanno (1909–1990) hervorgegangen. Das unterbrochene Studium nahm sie 1910 in München wieder auf, beendete es dort 1912 mit dem Staatsexamen, absolvierte ihr Medizinalpraktikum halbtags an der Gynäkologischen Universitäts-Klinik Bonn und wurde 1913 approbiert und promoviert. Anschließend arbeitete Ludendorff ab 1913/1914 als Volontärassistentin bei dem Psychiater <a href="Emil_Kraepelin" title="Emil Kraepelin">Emil Kraepelin</a> und betrieb 1914 kurzzeitig eine eigene Praxis. Nachdem sie 1915 an Lungentuberkulose erkrankte und diese ausgeheilt war, übernahm sie 1915 in <a href="Garmisch-Partenkirchen" title="Garmisch-Partenkirchen">Partenkirchen und Garmisch</a> die ärztliche Leitung des Offiziersgenesungsheimes und eröffnete eine eigene Nervenarztpraxis. Parallel zu ihrer sich ab 1916 intensivierenden Beschäftigung mit der Philosophie <a href="Immanuel_Kant" title="Immanuel Kant">Kants</a> und <a href="Arthur_Schopenhauer" title="Arthur Schopenhauer">Schopenhauers</a> gründete sie 1917 eine private Kurklinik. Ludendorff strebte nach der Verbindung von Philosophie, biologischer Entwicklungslehre (<a href="Charles_Darwin" title="Charles Darwin">Charles Darwin</a>, <a href="Ernst_Haeckel" title="Ernst Haeckel">Ernst Haeckel</a>) und rassistisch-antisemitischer Weltanschauung zu einer deutsch-völkischen Glaubenslehre.<sup id="cite_ref-ÄL_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-ÄL-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach dem Tod ihres ersten Mannes, von Kemnitz, der 1917 bei einem Bergunfall ums Leben kam, heiratete sie 1919 in zweiter Ehe den Major a. D. Edmund Georg Kleine. Diese Verbindung scheiterte jedoch bereits nach zwei Jahren und wurde 1922 geschieden. Ludendorff wirkte dann als Praxisinhaberin in München. In völkischen Zeitungen publizierte sie unter anderem Beiträge zum <a href="Hitlerputsch" title="Hitlerputsch">Hitlerputsch</a> und zum <a href="Hitler-Prozess" title="Hitler-Prozess">Hitler-Prozess</a>.
</p><p>Im Rahmen von Vortragsveranstaltungen, insbesondere die <a href="Frauenfrage" title="Frauenfrage">Frauenfrage</a> betreffend, lernte sie in der Nachkriegszeit General <a href="Erich_Ludendorff" title="Erich Ludendorff">Erich Ludendorff</a> kennen, der in der zweiten Hälfte des Ersten Weltkriegs de facto der Leiter der deutschen Kriegsführung gewesen und der Ehemann ihrer Patientin war. Nachdem Erich Ludendorff sich 1925 hatte scheiden lassen, heirateten beide 1926.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Völkischer_Feminismus"><span id="V.C3.B6lkischer_Feminismus"></span>Völkischer Feminismus</h3></div>
<p>Mathilde Ludendorff vertrat einen völkischen <a href="Feminismus" title="Feminismus">Feminismus</a>.<sup id="cite_ref-Wiedemann_2009,_S._269_f._3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Wiedemann_2009,_S._269_f.-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In ihrer Doktorarbeit <i>Der <a href="Abh%C3%A4ngige_Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung" title="Abhängige Persönlichkeitsstörung">asthenische</a> <a href="Infantilismus" title="Infantilismus">Infantilismus</a> des Weibes in seinen Beziehungen zur Fortpflanzungstätigkeit und geistigen Betätigung</i> (1913) beschäftigte sie sich mit geschlechtsspezifischen Unterschieden der geistigen Fähigkeiten von Mann und Frau. Sie nahm damit kritisch Stellung zu der Schrift <i><a href="%C3%9Cber_den_physiologischen_Schwachsinn_des_Weibes" title="Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes">Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes</a></i> von <a href="Paul_Julius_M%C3%B6bius" title="Paul Julius Möbius">Paul Julius Möbius</a>. Sie vertrat die These, dass die festgestellten Unterschiede der geistigen Fähigkeiten von Mann und Frau das Ergebnis von Erziehung und gesellschaftlichen Prozessen seien. Um geschlechtsspezifische Unterschiede wissenschaftlich feststellen zu können, müsse zunächst die Gleichberechtigung der Geschlechter hergestellt werden. Diese These begründete sie in weiteren Büchern wie <i>Das Weib und seine Bestimmung. Ein Beitrag zur Psychologie der Frau und zur Neuorientierung ihrer Pflichten</i> (1917), <i>Erotische Wiedergeburt</i> (1919) und <i>Des Weibes Kulturtat</i> (1920). Diese Bücher erschienen zum Teil unter der geschlechtsneutralen Abkürzung „Dr. M. von Kemnitz“, ihrem damaligen Witwennamen, um zu verschleiern, dass die Autorin eine Frau war.
</p><p>1920 organisierte sie das erste „Allgemeine Frauenkonzil“<sup id="cite_ref-:1_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zur „weiblichen Staatsarbeit“ in der Münchner Universität und trug damit zur Gründung des „Weltbundes nationaler Frauen“ bei. In ihrem Buch <i>Des Weibes Kulturtat</i> (1920) sind die Vorträge, die sie auf diesem Frauenkonzil hielt, abgedruckt und durch Diskussionsbeiträge ergänzt. Die internationale <a href="Frauenbewegung" title="Frauenbewegung">Frauenbewegung</a> lehnte eine Zusammenarbeit mit ihr ab, da sie das am 12. November 1918 auch in Deutschland eingeführte <a href="Frauenwahlrecht" title="Frauenwahlrecht">Wahlrecht für Frauen</a> nicht befürwortete:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Um die ‚Frauenrechte‘ der ‚Emanzipierten‘ war es mir außer dem Rechte zum Studium nicht zu tun. Ja, ich habe mich an den heißen Kämpfen der Frauen, ‚Stimmvieh‘ sein zu dürfen, nicht beteiligt, sondern habe im Gegenteil schon in jungen Jahren den Frauen gezeigt, dass die Kernfragen der Freiheit des Weibes die Mündigkeit in der Ehe und die Pflichten am Volke seien, das Wahlrecht aber nichts anderes als Trug am Volke, doppelter Trug aber an den Frauen sei.“
</p>
</blockquote>
</div></div><p>Auch war eine "rassenpsychologisch inspirierte Umgestaltung ihrer Geschlechtertheorien"<sup id="cite_ref-:1_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-:1-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bereits in ihren Redebeiträgen, damals noch als Mathilde von Kemnitz, auf dem Frauenkonzil zu bemerken, was dort heftig kontrovers diskutiert wurde. Dieses Schlüsselerlebnis "hasserfüllter" Kritik sei es gewesen, das sie anschließend zu ihrer antisemitischen Radikalisierung geführt habe, führte sie selbst retrospektiv in ihren Lebenserinnerungen (<i>Erkenntnis – Erlösung</i>, 1952) aus.<sup id="cite_ref-:1_4-2" class="reference"><a href="#cite_note-:1-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>An der Seite ihres dritten Ehemannes Erich Ludendorff entwickelte sich ihre Rückbesinnung auf "Der Ahnen Auffassung vom Weibe" (1927).<sup id="cite_ref-:1_4-3" class="reference"><a href="#cite_note-:1-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mathilde Ludendorff orientierte sich am <a href="Rationalismus" title="Rationalismus">rationalistischen</a> <a href="Hexe" title="Hexe">Hexenbild</a> des 19. Jahrhunderts, das dem Hexenwesen keinerlei Realität beimaß. In der historischen <a href="Hexenverfolgung" title="Hexenverfolgung">Hexenverfolgung</a> sah sie christliche Grausamkeit an deutschen Frauen. Der Hexenwahn sei orientalisch-jüdischen Ursprungs und von der Kirche zur Zersetzung des <a href="Heidentum" title="Heidentum">Heidentums</a> verbreitet worden mit dem Ziel, gegen <a href="Germanische_Schicksalsvorstellungen" title="Germanische Schicksalsvorstellungen">germanische</a> Frauen vorzugehen.<sup id="cite_ref-Wiedemann_2009,_S._269_f._3-1" class="reference"><a href="#cite_note-Wiedemann_2009,_S._269_f.-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der völkischen Bewegung hatte sie durch General <a href="Erich_Ludendorff" title="Erich Ludendorff">Erich Ludendorff</a> persönliche Begegnungen mit dessen <a href="Hitlerputsch" title="Hitlerputsch">Mitputschisten</a> von 1923, <a href="Adolf_Hitler" title="Adolf Hitler">Adolf Hitler</a>. Gemeinsam mit ihrem Mann hielt sie zahlreiche Vorträge auf Veranstaltungen der völkischen Bewegung und der „Nationalsozialistischen Freiheitsbewegung“. Nach der Entlassung Hitlers aus dem Gefängnis 1924 kam es jedoch zum Bruch zwischen Hitler und Ludendorff.
</p><p>Mathilde Ludendorff veröffentlichte neben ihren philosophisch-weltanschaulichen Werken (ihr Hauptwerk <i>Triumph des Unsterblichkeitwillens</i> ist seit 1921 bis 2004 immer wieder neu aufgelegt worden) auch politische Schriften, Bücher und Aufsätze, überwiegend völkischen Inhalts, geprägt von <a href="Verschw%C3%B6rungstheorie" title="Verschwörungstheorie">Verschwörungstheorien</a> gegen <a href="Juden" title="Juden">Juden</a>, <a href="Jesuiten" title="Jesuiten">Jesuiten</a> und <a href="Freimaurerei" title="Freimaurerei">Freimaurer</a>, von denen sie annahm, sie arbeiteten als „überstaatliche Mächte“ teils gemeinschaftlich, teils miteinander konkurrierend daran, Deutschland und andere Länder ins Verderben zu treiben.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Neopaganismus" title="Neopaganismus">Neuheidnische</a> religiöse Vorstellungen spielten ebenfalls eine große Rolle im Denken von Mathilde Ludendorff. Grundlage war ihre Überzeugung, dass jeder <a href="Rassentheorie" title="Rassentheorie">Rasse</a> sich die Erkenntnis Gottes auf eine jeweils besondere Weise offenbare. „Rassenvermischung“ führe zum Verlust dieser speziellen Gotteserkenntnis. Ab 1931 fungierte Mathilde Ludendorff als Herausgeberin im Münchner <i>Ludendorffs Verlag</i>, in dem diverse Schriften ihres 1937 verstorbenen Mannes noch bis 1940 erschienen.
</p><p>Großes Aufsehen erregte seit 1928 ihre These, die angeblich jüdisch dominierten Freimaurer hätten mehrere namhafte deutsche Kulturgrößen ermordet, um deutsches Nationalbewusstsein zu schwächen.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei soll der Freimaurer <a href="Johann_Wolfgang_von_Goethe" title="Johann Wolfgang von Goethe">Johann Wolfgang von Goethe</a> den angeblichen Giftmord seines Dichterfreundes <a href="Friedrich_Schiller" title="Friedrich Schiller">Friedrich Schiller</a> durch Freimaurer geduldet haben. Das schädigte Goethes Ansehen im Dritten Reich so stark, dass die in Weimar ansässige <a href="Goethe-Gesellschaft" title="Goethe-Gesellschaft">Goethe-Gesellschaft</a> Ende 1935 eine Gegendarstellung mit zahlreichen Dokumenten aus dem <a href="Goethe-_und_Schiller-Archiv" title="Goethe- und Schiller-Archiv">Goethe- und Schiller-Archiv</a> publizierte.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Da das die Kontroverse noch anfachte, erwirkte die Goethe-Gesellschaft 1936 beim Reichspropagandaminister <a href="Joseph_Goebbels" title="Joseph Goebbels">Joseph Goebbels</a> ein Verbot der ganzen Diskussion, so dass sowohl Ludendorffs Buch als auch die Gegendarstellung beschlagnahmt wurden.<sup id="cite_ref-:0_8-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1925 hatte <a href="Konstantin_Hierl" title="Konstantin Hierl">Konstantin Hierl</a> den <i><a href="Tannenbergbund" title="Tannenbergbund">Tannenbergbund</a></i> gegründet, dessen Schirmherrschaft Erich Ludendorff übernahm und für den Mathilde und Erich Ludendorff zahlreiche Vorträge hielten. Mathilde Ludendorff formte den <i>Tannenbergbund</i> im Laufe der Zeit zu einer „Deutsch-Germanischen Religionsgemeinschaft“ um.<sup id="cite_ref-ÄL_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-ÄL-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Konstantin Hierl verließ 1927 den Tannenbergbund. 1930 wurde der weltanschauliche Verein <i><a href="Deutschvolk" title="Deutschvolk">Deutschvolk</a></i> gegründet, der Vorläufer des heutigen <a href="Bund_f%C3%BCr_Deutsche_Gotterkenntnis" title="Bund für Deutsche Gotterkenntnis"><i>Bundes für Gotterkenntnis</i></a>. Der <i>Tannenbergbund</i> war als politischer Kampfbund nicht direkt mit dem <i>Deutschvolk</i> verknüpft. Beide Organisationen wurden nach Strafanzeigen von staatlicher und kirchlicher Seite 1933 verboten.<sup id="cite_ref-ÄL_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-ÄL-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Die heftige politische Gegnerschaft zwischen den Nationalsozialisten und den Ludendorffs zwischen 1929 und 1933 war stark persönlich geprägt gewesen. Die Ludendorffs hatten in ihrer 1929 gegründeten Zeitschrift <i><a href="Ludendorffs_Volkswarte" title="Ludendorffs Volkswarte">Ludendorffs Volkswarte</a></i> mit einer Auflage von bis zu 100.000 Exemplaren öffentlich den Nationalsozialismus bekämpft. Nach deren Machtergreifung 1933 wurde <i>Ludendorffs Volkswarte</i> nach mehreren Androhungen verboten. Seit 1936 ließ Reichsführer-SS <a href="Heinrich_Himmler" title="Heinrich Himmler">Heinrich Himmler</a> schließlich Mathilde Ludendorffs Ahnen untersuchen, da er den Verdacht hegte, sie könnte eine Jüdin sein.<sup id="cite_ref-:0_8-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei fand die insbesondere gegen die Juden gerichtete <a href="N%C3%BCrnberger_Gesetze" title="Nürnberger Gesetze">Rassegesetzgebung</a> durchaus ihre Zustimmung. Im Vorwort zum Buch <i>Die Judenmacht, ihr Wesen und Ende</i> schrieb sie am 9. April 1939:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Seit im dritten Reiche der Abwehrkampf der Deutschen Rasse gegen das jüdische Volk in strengen Gesetzen seine Gewähr gefunden, sehen wir daher mit Schrecken, daß es Millionen Deutsche gibt, die sich auch heute noch der trügerischen Hoffnung hingeben, der Jude sei nun überhaupt nicht mehr eine Weltgefahr. Indessen wühlt der Schlaue noch heute durch seine geheimen Kampfscharen im Volke und wühlt erst recht in all den Völkern, in denen er noch herrscht, gegen unser kraftvoll wiederauferstandenes Deutsches Reich.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Hitler erteilte Erich Ludendorff kurz vor dessen Tod die Erlaubnis zur Neugründung eines nationalreligiösen Vereines, der 1937 den Namen <i>Bund für Deutsche Gotterkenntnis</i> erhielt. In diesem Verein und den Nachfolgeorganisationen spielte Mathilde Ludendorff die führende Rolle. Nach 1945 wurde der Verein von den Besatzungsmächten verboten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aktivitäten_nach_dem_Krieg"><span id="Aktivit.C3.A4ten_nach_dem_Krieg"></span>Aktivitäten nach dem Krieg</h3></div>
<p>1949 wurde gegen Mathilde Ludendorff im Rahmen der <a href="Entnazifizierung" title="Entnazifizierung">Entnazifizierung</a> ein <a href="Spruchkammerverfahren" title="Spruchkammerverfahren">Spruchkammerverfahren</a> eröffnet, in dem sie sich von den Verbrechen des Dritten Reiches distanzierte. Um sich von Hitler abzugrenzen, behauptete sie, dass ihre Vorstellungen eine <a href="Moral" title="Moral">Moral</a> beinhalteten, jedem Volk eine „völkische Identität“ zubilligten und das Prinzip der „Lebensheiligkeit“ vertreten: „Aller Menschen Dasein ist heilig.“ Sie sei nicht Antisemitin aus „Barbarei“. Auf über 80 Seiten ihrer Verteidigungsschrift legte sie dar, welche Haltung sich aus den religiösen Vorschriften der Juden gegenüber Nichtjuden ergäbe, und bekräftigte damit ihre völkisch-<a href="Antijudaismus" title="Antijudaismus">antijudaistische</a> Einstellung. Sie sprach von den „entsetzlichen Verbrechen“ der Nationalsozialisten, bezeichnete die Nazis aber zugleich als von den „geheimen überstaatlichen Mächten“, insbesondere der katholischen Kirche, beeinflusst, die zugunsten universalistischer Konzeptionen gegen die eigenständigen Völker wirkten.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie wurde nichtsdestoweniger als „Hauptschuldige“ beurteilt. In einem Revisionsverfahren der Spruchkammer-Entscheidung erreichte sie 1951 eine Abschwächung des Urteils zur „Belasteten“. 1963 wurde dieses Urteil schließlich aufgehoben. 1966 starb sie im Alter von 88 Jahren in Tutzing bei München.
</p><p>Der „Bund für Deutsche Gotterkenntnis“ wurde 1951 von Mathilde Ludendorff als <i>Bund für Gotterkenntnis</i> rechtlich wiedergegründet. 1961 wurde dieser <a href="Bund_f%C3%BCr_Deutsche_Gotterkenntnis" title="Bund für Deutsche Gotterkenntnis"><i>Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff)</i></a> als verfassungsfeindlich eingestuft und verboten.<sup id="cite_ref-ÄL_2-3" class="reference"><a href="#cite_note-ÄL-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1977 wurde das Verbot wegen Verfahrensfehlern aufgehoben, jedoch wird der Verein vom <a href="Verfassungsschutz" title="Verfassungsschutz">Verfassungsschutz</a> beobachtet, der ihn als <a href="Rechtsextremismus" title="Rechtsextremismus">rechtsextrem</a> einschätzte.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rezeption">Rezeption</h3></div>
<p>In einem Titelbericht des deutschen Wochenmagazins <i><a href="Der_Spiegel" title="Der Spiegel">Der Spiegel</a></i> wurde Mathilde Ludendorff 1960 als „die Urgroßmutter des deutschen <a href="Antisemitismus" title="Antisemitismus">Antisemitismus</a>“ bezeichnet.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ihre Bücher und Schriften werden vom <i><a href="Verlag_Hohe_Warte" class="mw-redirect" title="Verlag Hohe Warte">Verlag Hohe Warte</a></i> in Pähl herausgegeben, der von ihrem Schwiegersohn <a href="Franz_Karg_von_Bebenburg" title="Franz Karg von Bebenburg">Franz Karg von Bebenburg</a> gegründet wurde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Werke">Werke</h2></div>
<p>Als Dr. med. M. von Kemnitz:
</p>
<ul><li>mit <a href="Walter_von_Gulat-Wellenburg" title="Walter von Gulat-Wellenburg">Walter von Gulat-Wellenburg</a>: <i>Moderne Mediumforschung. Kritische Betrachtungen zu Dr. v. Schrenck-Notzing’s „Materialisationsphaenomene“.</i> J. F. Lehmann, München 1914</li>
<li><i>Das Weib und seine Bestimmung. Ein Beitrag zur Psychologie der Frau und zur Neuorientierung ihrer Pflichten.</i> München 1917</li>
<li><i>Erotische Wiedergeburt</i>, 1919 (überarb. 1959 als <i>Der Minne Genesung</i>)</li>
<li><i>Des Weibes Kulturtat</i>. <i>Zwei Vorträge mit Aussprache. Gehalten auf dem ersten allgemeinen Frauenkonzil</i>. Garmisch, 1920</li>
<li><i>Triumph des Unsterblichkeitwillens</i>, (1921), 1922, 1931, 1932, 1933, 1934, 1936, 1938, 1950, 1959, 1983, 2004</li>
<li><i>Der Seele Ursprung und Wesen</i>
<ul><li>1. Teil <i>Schöpfungsgeschichte</i>, (1923), 1954 (Titel der Erstauflage: <i>Schöpfunggeschichte</i>)</li>
<li>2. Teil <i>Des Menschen Seele</i>, (1925), 1941</li>
<li>3. Teil <i>Selbstschöpfung</i>, (1927), 1954</li></ul></li></ul>
<p>Als Mathilde Ludendorff:
</p>
<ul><li><i>Das Weib und seine Bestimmung. Ein Beitrag zur Psychologie der Frau und zur Neuorientierung ihrer Pflichten</i>, Leipzig 1927.</li>
<li><i>Der ungesühnte Frevel an Luther, Lessing, Mozart und Schiller im Dienste des allmächtigen Baumeisters aller Welten</i> (1928), 1936</li>
<li><i>Das Geheimnis der Jesuitenmacht und ihr Ende</i>, 1929 (gemeinsam mit Erich Ludendorff)</li>
<li><i>Statt Heiligenschein oder Hexenzeichen. Mein Leben</i>. Teil I: <i>Kindheit und Jugend</i> (1932), 1937</li>
<li><i>Der Seele Wirken und Gestalten</i>
<ul><li>1. Teil <i>Des Kindes Seele und der Eltern Amt – Eine Philosophie der Erziehung</i> (1930), 1953</li>
<li>2. Teil <i>Die Volksseele und ihre Machtgestalter – Eine Philosophie der Geschichte</i> (1933), 1955</li>
<li>3. Teil <i>Das Gottlied der Völker – Eine Philosophie der Kulturen</i> (1935), 1955</li></ul></li>
<li><i>Induziertes Irresein durch Occultlehren</i> (1933), 1970</li>
<li><i>Christliche Grausamkeit an Deutschen Frauen</i>, 1934 (mit Walter Löhde)</li>
<li><i>Mozarts Leben und gewaltsamer Tod</i>, 1936</li>
<li><i>Die Judenmacht, ihr Wesen und Ende</i>, 1939 (Erich und M. Ludendorff, Hrsg. M. Ludendorff)</li>
<li><i>Der Siegeszug der Physik – Ein Triumph der Gotterkenntnis meiner Werke</i>, 1941</li>
<li><i>Wunder der Biologie im Lichte der Gotterkenntnis meiner Werke</i>, 2 Bde., 1950 u. 1954</li>
<li><i>Statt Heiligenschein oder Hexenzeichen. Mein Leben</i>. Teil III: <i>Erkenntnis – Erlösung</i> (1952), 1980</li>
<li><i>Das Hohe Lied der göttlichen Wahlkraft</i>, 1957</li>
<li><i>In den Gefilden der Gottoffenbarung</i>, 1959</li>
<li><i>Das Jenseitsgut der Menschenseele</i>
<ul><li>1. Teil: <i>Der Mensch, das große Wagnis der Schöpfung</i>, 1960</li>
<li>2. Teil: <i>Unnahbarkeit des Vollendeten</i>, 1961</li>
<li>3. Teil: <i>Von der Herrlichkeit des Schöpfungszieles</i>, 1962</li></ul></li>
<li>(mit Erich Ludendorff): <i>Die machtvolle Religiosität des deutschen Volkes vor 1945. Dokumente zur Religions- und Geistesgeschichte 1933–1945</i>. Kompil. Erich Meinecke. Verlag Freiland [einschlägiger Verlag], Viöl 2004</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Hans Förstl: <i>Mathilde Ludendorff (1877-1966): Nervenärztin und völkische Philosophin.</i> In: Der Nervenarzt 5/2022, S. 512–519. (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00115-021-01108-x.pdf">Digitalisat</a>)</li>
<li>Antje Gerlach: <i>Ludendorff, Mathilde</i>. In: <a href="Wolfgang_Benz" title="Wolfgang Benz">Wolfgang Benz</a> (Hrsg.): <i><a href="Handbuch_des_Antisemitismus" title="Handbuch des Antisemitismus">Handbuch des Antisemitismus</a>. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart</i>. Band 2: <i>Personen.</i> De Gruyter Saur, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-44159-2, S. 496 f.</li>
<li><a href="Sabine_Hering" title="Sabine Hering">Sabine Hering</a>: <i>„Deutsch und nichts als Deutsch“ Mathilde Ludendorff ohne „Heiligenschein und Hexenzeichen“.</i> In: <i>Ariadne – Almanach des Archivs der deutschen Frauenbewegung.</i> Heft 18 (1990?) (Thema: Schnittstellen und Schmerzgrenzen. Die „alte“ und die „neue“ Frauenbewegung im Nationalsozialismus), S. 40–46.</li>
<li>Sabine Hering: <i>Mathilde Ludendorff (1877–1966). Von der Steigbügelhalterin des Nationalsozialismus zur Gallionsfigur der „Ludendorff-Bewegung“</i>. In: <a href="Gideon_Botsch" title="Gideon Botsch">Gideon Botsch</a>, <a href="Christoph_Kopke" title="Christoph Kopke">Christoph Kopke</a>, Karsten Wilke (Hrsg.): <i>Rechtsextrem: Biografien nach 1945</i>. De Gruyter, Oldenbourg, Berlin u. a. 2023, ISBN 978-3-11-101099-1, S. 251–260 (<a rel="nofollow" class="external free" href="https://doi.org/10.1515/9783111010991-013">https://doi.org/10.1515/9783111010991-013</a>).</li>
<li>Hans Kopp: <i>Geschichte der Ludendorff-Bewegung, Erster Band 1925–1939.</i> Verlag Hohe Warte. Franz von Bebenburg KG, 1975.</li>
<li><a href="Ilse_Korotin" title="Ilse Korotin">Ilse Korotin</a>: <i>Am Muttergeist soll die Welt genesen. Philosophische Dispositionen zum Frauenbild im Nationalsozialismus</i> Böhlau, Wien, Köln, Weimar 1992</li>
<li>Ilse Korotin: <i>Die Konstruktion einer nationalen Ethik am Beispiel von Mathilde von Kemnitz-Ludendorff.</i> In: Peter Muhr u. a. (Hrsg.): <i>Philosophie, Psychoanalyse, Emigration : Festschrift für Kurt Rudolf Fischer zum 70. Geburtstag</i> Wien 1992, S. 148–179.</li>
<li>Ilse Korotin: <i>Die politische Radikalisierung der Geschlechterdifferenz im Kontext von „Konservativer Revolution“ und Nationalsozialismus. Mathilde Ludendorff und der „Völkische Feminismus“.</i> In: Eickhoff, Volker; Korotin, Ilse (Hrsg.): <i>Sehnsucht nach Schicksal und Tiefe. Der Geist der Konservativen Revolution</i> Picus, Wien 1997, S. 105–127.</li>
<li><a href="Andreas_Mettenleiter" title="Andreas Mettenleiter">Andreas Mettenleiter</a>: <i>Selbstzeugnisse, Erinnerungen, Tagebücher und Briefe deutschsprachiger Ärzte. Nachträge und Ergänzungen III (I–Z).</i> In: <i>Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.</i> Band 22, 2003, S. 269–305, hier: S. 278.</li>
<li>Ursula I. Meyer: <i>Mathilde Ludendorff. Das nationalistische Menschenbild.</i> In: dies.: <i>Die Welt der Philosophin</i> 4. Teilband: <i>Moderne Zeiten: Das 20. Jahrhundert</i> ein-FACH-verlag, Aachen 1998, S. 87–104.</li>
<li>Rudolf Radler: <cite style="font-style:italic">Ludendorff, Mathilde, geborene Spieß</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Neue_Deutsche_Biographie" title="Neue Deutsche Biographie">Neue Deutsche Biographie</a></cite>. (NDB). <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>15</span>. Duncker & Humblot, Berlin 1987, ISBN 3-428-00196-6, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>290–292</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-biographie.de/gnd11857485X.html#ndbcontent">deutsche-biographie.de</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Mathilde+Ludendorff&rft.atitle=Ludendorff%2C+Mathilde%2C+geborene+Spie%C3%9F&rft.au=Rudolf+Radler&rft.btitle=Neue+Deutsche+Biographie&rft.date=1987&rft.genre=book&rft.isbn=3428001966&rft.pages=290-292&rft.place=Berlin&rft.pub=Duncker+%26+Humblot&rft.volume=15" style="display:none"> </span></li>
<li>Martha Schad: <i>Bedeutsame Ideologin und Steigbügelhalterin des Nationalsozialismus: Mathilde Ludendorff</i>. In: <a href="Wolfgang_Proske" title="Wolfgang Proske">Wolfgang Proske</a> (Hrsg.): <i>Täter Helfer Trittbrettfahrer</i>. Band 18: <i>NS-Belastete aus Oberbayern (Süd)</i>. Kugelberg Verlag, Gerstetten 2024, ISBN 978-3-945893-26-5, S. 207–218.</li>
<li>Frank Schnoor: <i>Mathilde Ludendorff und das Christentum. Eine radikale völkische Position in der Zeit der Weimarer Republik und des NS-Staates.</i> Hänsel-Hohenhausen, Egelsbach u. a. 1998, ISBN 3-8267-1192-0 (Deutsche Hochschulschriften; 1192)</li>
<li>Annika Spilker: <i>Geschlechterverhältnisse und Zukunftsvorstellungen bei der Ärztin und völkischen Aktivistin Mathilde Ludendorff (1877-1966)</i>. In: <a href="Feministische_Studien" title="Feministische Studien">Feministische Studien</a> 2/2009, Stuttgart 2009, S. 210–224. Online: <a rel="nofollow" class="external free" href="https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/fs-2009-0205/html">https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/fs-2009-0205/html</a> (Abruf 28. Juli 2023)</li>
<li>Annika Spilker: <i>Rechtsextremes Engagement und völkisch-antisemitische Politikvorstellungen um Mathilde Ludendorff (1877–1966) und die Frauengruppen im Tannenbergbund.</i> In: Daniel Schmidt, <a href="Michael_Sturm_(Historiker)" title="Michael Sturm (Historiker)">Michael Sturm</a>, Massimiliano Livi (Hrsg.): <i>Wegbereiter des Nationalsozialismus. Personen, Organisationen und Netzwerke der extremen Rechten zwischen 1918 und 1933</i> (= <i>Schriftenreihe des Instituts für Stadtgeschichte</i>. Band 19). Klartext, Essen 2015, ISBN 978-3-8375-1303-5, S. 221 ff.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Mathilde_Ludendorff?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Mathilde Ludendorff</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=11857485X">Literatur von und über Mathilde Ludendorff</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/11857485X">Werke von und über Mathilde Ludendorff</a> in der <a href="Deutsche_Digitale_Bibliothek" title="Deutsche Digitale Bibliothek">Deutschen Digitalen Bibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://purl.org/pressemappe20/folder/pe/011697">Zeitungsartikel über Mathilde Ludendorff</a> in den <a href="Pressearchiv_20._Jahrhundert" title="Pressearchiv 20. Jahrhundert">Historischen Pressearchiven</a> der <a href="ZBW_%E2%80%93_Leibniz-Informationszentrum_Wirtschaft" title="ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft">ZBW</a></li>
<li>Kai-Britt Albrecht: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dhm.de/lemo/biografie/mathilde-ludendorff"><span style="font-style:italic;">Mathilde Ludendorff.</span></a> Tabellarischer Lebenslauf im <a href="Lebendiges_Museum_Online" title="Lebendiges Museum Online">LeMO</a> (<a href="Deutsches_Historisches_Museum" title="Deutsches Historisches Museum">DHM</a> und <a href="Haus_der_Geschichte" title="Haus der Geschichte">HdG</a>)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://geschichte.charite.de/aeik/biografie.php?ID=AEIK00130">Freie Universität Berlin: Ärztinnen im Kaiserreich</a></span>
</li>
<li id="cite_note-ÄL-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-ÄL_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ÄL_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ÄL_2-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ÄL_2-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text"><a href="Wolfgang_U._Eckart" title="Wolfgang U. Eckart">Wolfgang U. Eckart</a>: <i>Mathilde Ludendorff geb. Spieß,.</i> In: Wolfgang U. Eckart und <a href="Christoph_Gradmann" title="Christoph Gradmann">Christoph Gradmann</a> (Hrsg.): <i>Ärztelexikon. Von der Antike bis zur Gegenwart.</i> 3. Auflage. Springer Heidelberg, 2006, S. 216+217. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://katalog.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/titel.cgi?katkey=66925234&sess=e521899f8f35fb23c17741776cba566b&art=f&kat1=freitext&kat2=ti&kat3=au&op1=AND&op2=AND&var1=&var2=%C3%84rztelexikon&var3=%22Eckart%2C%20wolfgang%22">Ärztelexikon 2006</a>, <a href="https://doi.org/10.1007/978-3-540-29585-3" class="extiw external" title="doi:10.1007/978-3-540-29585-3">doi:10.1007/978-3-540-29585-3</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-Wiedemann_2009,_S._269_f.-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Wiedemann_2009,_S._269_f._3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Wiedemann_2009,_S._269_f._3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Felix Wiedemann: <i>Germanische Weise ist Frau, Priesterin, Schamanin. Das Bild der Hexe im Neuheidentum.</i> In: <a href="Uwe_Puschner" title="Uwe Puschner">Uwe Puschner</a>, G. Ulrich Großmann (Hrsg.): <i>Völkisch und national. Zur Aktualität alter Denkmuster im 21. Jahrhundert</i>. Darmstadt 2009, ISBN 978-3-534-20040-5, S. 269 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-:1-4"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:1_4-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:1_4-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:1_4-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:1_4-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text">Annika Spilker: <i>Geschlechterverhältnisse und Zukunftsvorstellungen bei der Ärztin und völkischen Aktivistin Mathilde Ludendorff (1877-1966)</i>. In: Feministische Studien 2/2009, Stuttgart 2009, S. 218f. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/fs-2009-0205/html">Online</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Herbert Scheffler: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zeit.de/1947/26/der-fall-mathilde-ludendorff"><i>Der Fall Mathilde Ludendorff</i></a>, Artikel vom 26. Juni 1947 von auf <a href="Zeit_Online" class="mw-redirect" title="Zeit Online">Zeit Online</a></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Mathilde Ludendorff: <cite style="font-style:italic">Der ungesühnte Frevel an Luther, Lessing, Mozart und Schiller. Ein Beitrag zur deutschen Kulturgeschichte.</cite> 52.-55. Tausend Auflage. Ludendorff, München 1936.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Mathilde+Ludendorff&rft.au=Mathilde+Ludendorff&rft.btitle=Der+unges%C3%BChnte+Frevel+an+Luther%2C+Lessing%2C+Mozart+und+Schiller.+Ein+Beitrag+zur+deutschen+Kulturgeschichte.&rft.date=1936&rft.edition=52.-55.+Tausend&rft.genre=book&rft.place=M%C3%BCnchen&rft.pub=Ludendorff" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Max Hecker: <cite style="font-style:italic">Schillers Tod und Bestattung. Nach den Zeugnissen der Zeit im Auftrag der Goethe-Gesellschaft dargestellt.</cite> Insel-Verlag, Leipzig 1935.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Mathilde+Ludendorff&rft.au=Max+Hecker&rft.btitle=Schillers+Tod+und+Bestattung.+Nach+den+Zeugnissen+der+Zeit+im+Auftrag+der+Goethe-Gesellschaft+dargestellt.&rft.date=1935&rft.genre=book&rft.place=Leipzig&rft.pub=Insel-Verlag" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-:0-8"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:0_8-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_8-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">W. Daniel Wilson: <i>Judenfreund, Judenfeind – oder Jude? Goethe und das Judentum im Nationalsozialismus.</i> In: <i>Goethe und die Juden – die Juden und Goethe. Beiträge zu einer Beziehungs- und Rezeptionsgeschichte.</i> Hrsg. von Anna-Dorothea Ludewig, <a href="Steffen_H%C3%B6hne" title="Steffen Höhne">Steffen Höhne</a>. de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-052803-9, S. 235–253, hier S. 239–242. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.degruyter.com/view/books/9783110530421/9783110530421-016/9783110530421-016.xml">(degruyter.com)</a></span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Stenographischer Bericht über das Spruchkammerverfahren gegen Frau Dr. Mathilde Ludendorff vom 23. November bis 16. Dezember 1949</i>, Hohe Warte, Stuttgart o. J.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Quelle: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20120621182516/http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/41938/glossar?p=13">Bundeszentrale für politische Bildung</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 21. Juni 2012 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43063318.html">Antisemitismus / Mathilde Ludendorff Gotterkenntnis</a>, Der Spiegel 8/1960</span>
</li>
</ol>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-p" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten (Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/11857485X">11857485X</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/n50048859">n50048859</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/49220332/">49220332</a></span> | </div>
</div></div>
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